Wie kann Mountainbiken in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig, naturverträglich und für alle zugänglich gestaltet werden? Genau mit dieser Frage beschäftigt sich das 3. MTB-Fachseminar am 18. April 2026 in der Alten Färberei in Hagen.
Wie kann Mountainbiken in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig, naturverträglich und für alle zugänglich gestaltet werden? Genau mit dieser Frage beschäftigt sich das 3. MTB-Fachseminar am 18. April 2026 in der Alten Färberei in Hagen.
Beim RTC Köln e.V. 1972 wird Vielfalt nicht nur auf dem Papier diskutiert, sondern Tag für Tag auf dem Sattel gelebt. Der Kölner Verein zeigt auf wunderbar unaufgeregte Art und Weise, wie ein modernes, attraktives Vereinsleben aussehen kann – und hat sich damit zu einem echten Vorreiter in Sachen Frauenradsport entwickelt. Der RTC Köln ist kein Ausnahmeverein in Sachen Größe, warum berichten wir dann trotzdem an dieser Stelle darüber?
Ein Blick auf die Zahlen gibt Klarheit: Von den rund 40 Mitgliedern des Vereins sind 19 Frauen. Elf von ihnen fahren sogar aktiv im gewerteten Breitensport und nehmen gemeinsam mit 18 Männern and RTFs & CTFs teil. Trotz der eher überschaubaren Vereinsgröße rangiert der RTC Köln aktuell auf einem sensationellen 5. Platz in der NRW-Rangliste und auf Platz 7 bundesweit.
Das Erfolgsgeheimnis des Vereins liegt dabei nicht im blinden Leistungsgedanken. „Höher, schneller, weiter“ steht hier ganz bewusst nicht an erster Stelle. Vielmehr ist es die gelebte Gemeinschaft, die den RTC ausmacht. Frauen und Männer gestalten das Vereinsleben gleichermaßen auf Augenhöhe. Auf der Straße gilt das ungeschriebene Gesetz: Es wird aufeinander geachtet, zusammen gefahren und aufeinander gewartet. Niemand wird zurückgelassen. Genau diese Mischung aus sportlicher Aktivität und gegenseitiger Unterstützung sorgt dafür, dass sich gerade Frauen im Verein extrem wohlfühlen.
Wie sehr diese Entwicklung auch auf Verbandsebene geschätzt wird, unterstreicht Volker Maas, Vizepräsident Freizeitsport des RSV NRW: „Ich freue mich riesig über das kontinuierliche Wachstum im Frauenradsport und bin unheimlich stolz auf das, was an unserer Basis gerade passiert. Der RTC Köln beweist auf hervorragende Weise, wie eine lebendige, offene Gemeinschaft den Breitensport für Frauen nachhaltig attraktiv macht. Genau diese Entwicklung wollen wir flächendeckend sehen.“
Ein Highlight und Pionierprojekt steht passend dazu am 10. Oktober 2026 im Kalender: An diesem Tag richtet der RTC Köln seine nächste RTF aus – und die gesamte Organisation und Durchführung liegt dabei fest in weiblicher Hand. Die Männer des Vereins dürfen sich an diesem Tag zurücklehnen, mitfahren und die Veranstaltung aus Teilnehmersicht genießen.
Dabei gehen die Frauen rund um Hauptakteurin Diana Vialon ganz neue, innovative Wege im Breitensport. Statt der klassischen Zielverpflegung mit enormem personellem Aufwand auf einem Vereinsgelände kooperiert der RTC mit einem professionellen Gastronomiebetrieb. Die Wirtin profitiert von den Gästen, der Verein von den Startgeldern und einem drastisch reduzierten Orga-Aufwand. Dieser smarte Ansatz schafft einen attraktiven Treffpunkt mit hoher Sichtbarkeit und ermöglichte es dem Verein in diesem Jahr sogar, gleich zwei RTFs anzubieten.
Flankiert wird dieses Engagement durch weitere tolle Aktionen, wie den kürzlich am 12. September veranstalteten Ladies Ride oder spezielle Schrauberworkshops für Frauen. Der RTC Köln beweist eindrucksvoll: Wenn man Frauen gezielt einbindet und Verantwortung überlässt, entstehen kreative Lösungen, von denen der gesamte Verein profitiert. Ein großartiges Best-Practice-Beispiel für den Breitensport in NRW!
Sebnitz – Mit einem beeindruckenden Auftritt beim Bundesligafinale in Sebnitz hat das U19-Team ROSE NRW die Saison 2026 eindrucksvoll gekrönt. Auf dem anspruchsvollen, welligen Rundkurs in Sachsen fuhren die Nachwuchstalente herausragende Ergebnisse ein und sorgten für einen der größten Erfolge der Saison. Besonders im Mittelpunkt stand dabei Johannes Klage, der mit einer starken Leistung nicht nur das Rennen gewann, sondern sich zugleich den Titel des Deutschen Meisters am Berg sicherte.
Wer sein Radsportwissen professionell weitergeben und die Trainingsplanung im Verein auf das nächste Level heben möchte, hat jetzt noch die Chance auf einen der letzten freien Plätze in unserer kommenden C-Trainer-Ausbildung.
Dudenhofen – Für das Sprintteam NRW stand vom 27.-30.08. in der „Badewanne“ von Dudenhofen – der Betonbahn, auf der im vergangenen Jahr die Deutschen Meisterschaften ausgetragen wurden – ein weiteres Sprintmeeting im Rahmen der German Cycling Nachwuchs Liga an. Besonders stark präsentierten sich die U17 Fahrer und Fahrerinnen, mit Alois Klomfaß, Ole Braun, Maria Fuhrmann und Carla Bauerfeind standen am Samstag beim Sprint gleich 4 Fahrer*innen auf dem Podium. Klomfaß konnte sich sogar den Doppelsieg holen, denn er gewann sowohl das Keirin Rennen am Freitag als auch den Sprint am Samstag. Fuhrmann konnte an beiden Tagen auf den 2. Platz fahren vor Teamkollegin Bauerfeind die 3. wurde.
Genthin – Traditionell stehen am letzten Augustwochenende mit dem „Spee-Cup“ auch die Meisterschaften im Paar- und Mannschaftszeitfahren der Schüler*Innen und Jugendfahrer*innen, sowie die Meisterschaften im Einzelzeitfahren der Juniorinnen und Junioren an. Erneut kam der NRW-Nachwuchs in diesem Jahr wieder sehr gut mit der flachen Strecke auf der Bundesstraße 1 klar.
Dass uns das Thema „Frauen im Radsport“ eine absolute Herzensangelegenheit ist, haben wir in der jüngsten Vergangenheit bereits auf verschiedenen Ebenen deutlich gemacht. Erst vor Kurzem haben wir als Verband beispielsweise aus eigenen Mitteln das Ausbildungsstipendium für unsere Nachwuchstrainerin Emilia Rauner ins Leben gerufen, um gezielt mehr weibliche Vorbilder an die sportliche Basis und in die Vereine zu bringen. Nun gehen wir auch auf organisatorischer Ebene den nächsten konsequenten Schritt und freuen uns über großartigen Zuwachs: Mit Sandra Janiec und Sabine Welz engagieren sich ab sofort gleich zwei Frauen in der wichtigen Funktion als Regionale Ansprechpartnerinnen im Bereich RTF/CTF.
Bad Dürkheim/Heilbronn – Wie in den vergangenen Jahren fand im Rahmen der „Lidl Deutschland Tour“ zur Talentförderung auch wieder die „LichtBlick Newcomer Tour“ statt. Die Wertungsläufe neun und zehn der German Cycling Jugendsichtung konnten so vor viel Publikum und auf der großen Bühne der Deutschland Tour ausgefahren werden. Mit dabei waren in diesem Jahr sechs Sportlerinnen aus Nordrhein-Westfalen, womit die NRW-Amazonen gut 20% des Teilnehmerfeldes stellten.
Ein echtes Mountainbike-Fest bei Kaiserwetter: Das Majlen Sunshine Race 2026 in Winterberg war ein voller Erfolg und hat einmal mehr bewiesen, welche Strahlkraft der Radsport in Nordrhein-Westfalen weit über die Landesgrenzen hinaus besitzt. Strahlender Sonnenschein und eine perfekt präparierte Strecke, die sich nicht direkt im Bikepark, sondern unweit davon auf der anderen Seite des Berges befand, boten die denkbar besten Rahmenbedingungen für ein unvergessliches Rennwochenende im Sauerland.
Dass die Veranstaltung längst kein lokaler Geheimtipp mehr ist, zeigte in diesem Jahr nicht nur ein eindrucksvoller Blick auf die Teilnehmerstatistik, sondern vor allem die sportliche Aufwertung des Rennens. Das Majlen Sunshine Race war nicht nur Austragungsort der Landesverbandsmeisterschaften (LVM) MTB für NRW, sondern gleichzeitig auch Teil der hochkarätigen MTB-Bundesliga sowie des internationalen 3 Nations Cups. Dementsprechend gingen insgesamt 716 Starterinnen und Starter aus stolzen 17 verschiedenen Nationen in den Lizenz- und Hobbyklassen auf die Strecke. Den größten Anteil stellten dabei erwartungsgemäß die Fahrerinnen und Fahrer aus Deutschland mit 348 Teilnehmenden, dicht gefolgt von den stark vertretenen Nachbarn aus den Niederlanden mit 198 und Belgien mit 129 Radsportbegeisterten. Doch das Feld war regelrecht global besetzt: Selbst aus Neuseeland, Ecuador, Südafrika, Japan und den Vereinigten Staaten reisten Aktive an, um sich in Winterberg der sportlichen Herausforderung zu stellen.
Für die absolute Spitzenstimmung an der Strecke sorgten an diesem Wochenende zwei echte Hochkaräter am Mikrofon. Mit Lukas Hoffmann, ausgewiesener MTB-Experte und Redakteur beim MountainBIKE Magazin, sowie Vincent Beckmann, den viele als Eurosport-Kommentator vom MTB-WorldCup kennen, wurde das Renngeschehen fachlich und emotional auf allerhöchstem Niveau begleitet. Die beiden Sprecher heizten dem Publikum ordentlich ein, pushten die Starterinnen und Starter über die Trails und machten das Event für alle Anwesenden zu einem mitreißenden Erlebnis.
Hinter den Kulissen zog vor allem der ausrichtende Verein 4C Winterberg e.V. die Fäden und sorgte für einen reibungslosen Ablauf, der von allen Seiten viel Lob erntete. Im Rahmen dieses internationalen Spektakels wurden als besonderes Highlight für uns natürlich die NRW-Meistertitel der LVM vergeben. Bei den Männern in der Elite-Klasse sicherte sich Benjamin Muth (NEVORA / 4C Winterberg e.V.) mit einer herausragenden Leistung den begehrten Titel. Den zweiten Platz erkämpfte sich Jakob Stricker (NEVORA / Velo Solingen e.V.). Dritter wurde Florian Kortüm von den Mondraker Rockets, der als Mitglied des gastgebenden Vereins 4C Winterberg e.V. an diesem Wochenende nicht nur auf dem Rad absolut glänzte, sondern auch im Orga-Team des Rennens kräftig mit anpackte.
Bei den Frauen in der Elite-Klasse gab es ein beeindruckendes Bild auf dem LVM-Podium, das komplett in der Hand des ATV Haltern war. Jette Aelken (B&W Merida Team / ATV Haltern) fuhr souverän zum Titel der Landesmeisterin. Vizemeisterin wurde ihre Vereinskollegin Phoebe Herz (ATV Haltern), während Leni Rochel (FullOfSnacks Racing / ATV Haltern) das starke Halterner Trio auf dem dritten Platz komplettierte.
Die enorme Resonanz und die durchweg tolle Stimmung spiegelten sich am Ende auch im positiven Fazit der Organisatoren wider. Florian Kortüm brachte es nach seinem erfolgreichen Doppeleinsatz sichtlich zufrieden auf den Punkt: „Von Veranstaltersicht hätte das Wochenende nicht besser laufen können. Top Wetter, riesen Starterfelder mit internationaler Beteiligung, viel Lob für die Strecke.“
Solche Worte hören wir als Landesverband natürlich besonders gerne. Wenn das Wetter so fantastisch mitspielt, die Organisation ehrenamtlich derart reibungslos funktioniert und die Athletinnen und Athleten mit so viel Lob für den Kurs durchs Ziel rollen, ist das einfach die beste Werbung für unseren geliebten Radsport. Ein riesiges Dankeschön geht an das gesamte Team des 4C Winterberg e.V. sowie alle Helfer hinter dem Majlen Sunshine Race für dieses grandiose Event – wir freuen uns schon jetzt riesig auf die nächste Ausgabe!