Am vergangenen Wochenende war der Radsportverband NRW erneut mit einem Bahnlehrgang auf der Indoor-Radrennbahn in Heusden-Zolder zu Gast. Die moderne Anlage bot beste Voraussetzungen für ein konzentriertes und intensives Trainingswochenende.
Am Samstag arbeiteten die U17- und U19-Athletinnen auf der Bahn, am Sonntag folgte die Trainingseinheit der U17 männlich. Durch die getrennte Betreuung der Gruppen konnte sehr gezielt trainiert werden. Die Trainer gingen individuell auf Leistungsstand und Bedürfnisse der einzelnen Teams ein – ein Konzept, das sich als sehr wirkungsvoll erwies.
Im sportlichen Teil lag der Schwerpunkt klar auf der Viererarbeit. Neben umfangreichen Einheiten im Mannschaftszeitfahren standen Schwellenbelastungen, Techniktraining sowie taktische Abläufe auf dem Programm. Ergänzend wurden Startübungen und Zielanläufe trainiert, um Routine und Sicherheit für kommende Wettkämpfe zu entwickeln.
Auch der theoretische Teil kam nicht zu kurz. Gemeinsam wurden die verschiedenen Trainingsbereiche noch einmal ausführlich besprochen. Dabei ging es um Zielsetzung, Intensitätssteuerung und darum, wie sich die Belastungen nach dem RPE-Prinzip anfühlen sollen. So wurde nicht nur gefahren, sondern auch das Verständnis für strukturiertes Training weiter vertieft.
Ein weiterer Baustein des Wochenendes war eine praxisnahe Materialeinweisung. Die Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer übten unter Anleitung das Wechseln von Hinterrädern, den Umbau von Kettenblättern und Ritzeln sowie das Anpassen von Übersetzungen. Ziel war es, Sicherheit im Umgang mit dem eigenen Material zu vermitteln und die Eigenständigkeit im Trainingsalltag zu stärken.
Die Bedingungen vor Ort hätten kaum besser sein können: konstante Temperaturen, eine hervorragend präparierte Bahn und ein sehr hilfsbereites Team in Heusden-Zolder sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Dank entspannter An- und Abreise blieb genügend Zeit für Aufbau, Training und Nachbereitung.
Entsprechend positiv war auch die Stimmung innerhalb der Gruppen. Alle Beteiligten arbeiteten konzentriert und motiviert zusammen. Organisatorisch verlief die Maßnahme ohne größere Hürden, sodass der Fokus vollständig auf dem Training lag.
Unterm Strich war es ein rundum gelungenes Wochenende, das sportlich wie organisatorisch überzeugte. Die gezielte Arbeit in den einzelnen Gruppen wurde von Trainer- und Athlet*innenseite sehr positiv aufgenommen. Umso größer ist die Vorfreude auf die nächste Einheit, die bereits in zwei Wochen geplant ist.