Am vergangenen Wochenende trafen sich die Landesverbände in Frankfurt (Oder) zur Bundessichtung, um vielversprechende Talente für den nationalen Kader zu evaluieren. Der Fokus der Wettbewerbe lag auf der U17- und U19-Jugend. Für den Landesverband NRW verlief das Wochenende überaus erfreulich.
In der weiblichen U17 dominierten die NRW-Athletinnen das Geschehen und sicherten sich den Sieg in allen Rennen. In der Gesamtwertung belegten Josephine Wendel (RSV Unna) und Grete Kirsch (VfR Büttgen) die hervorragenden Plätze eins und zwei. Auch das neu formierte Madison-Duo aus Helene Schütze-Hesselmann (VfR Büttgen) und Nuria Müller (RSV Unna) überzeugte auf ganzer Linie: In ihrem ersten gemeinsamen Rennen, das für Nuria zugleich das Madison-Debüt war, fuhren sie direkt auf den dritten Platz. Der Vierer in der Besetzung Josephine, Nuria, Helene und Grete gewann zudem souverän die Mannschaftsverfolgung und konnte die eigene Zeit im Vergleich zur letzten Herbstsichtung noch einmal verbessern.
Auch die männliche Jugend beeindruckte mit starken Auftritten auf der Bahn. In der Mannschaftsverfolgung der U17 fuhr der Vereins-Vierer des VfR Büttgen (Sean Kings, Daan Ensenbach, Kilian Schmitz und Sebastian Weiss) mit einer Zeit von 3:12,486 Minuten einen neuen deutschen Rekord ein. Die offizielle Anerkennung dieser Bestmarke durch German Cycling steht aktuell noch aus. Einen weiteren Erfolg in dieser Disziplin feierte ein neu formierter NRW-Vierer bestehend aus Anton Miesen (Komet Delia Köln) sowie Jakob Roth, Hannes Klisch und Gustav Grebe (alle Schmitter Köln). Obwohl die Fahrer zuvor nicht in dieser Konstellation zusammen trainiert hatten, sicherten sie sich in 3:21 Minuten einen starken dritten Platz. In der Einzelverfolgung zeigten zudem Janik Streit (Schmitter Köln) und Jakob Günther (Radschläger Düsseldorf) ansprechende Leistungen.
Die Vorbereitung auf diese Frühjahrssichtung war vom Landesverband bewusst nicht auf maximale Intensität ausgelegt. Der RSV NRW setzt hier auf eine nachhaltige und kontinuierliche Entwicklung: Die Nachwuchstalente sollen nicht nur für einzelne Events punktuell Höchstleistungen abrufen, sondern über das gesamte Jahr hinweg Stabilität beweisen.
Ein besonderes Highlight zum Abschluss war der Testeinsatz von Carla Bauerfeind (Schmitter Köln). Die Fahrerin, die eigentlich im Ausdauerbereich beheimatet ist, wurde erstmals im Kurzzeit- und Sprintbereich der weiblichen U17 eingesetzt. Sie schlug sich dort auf Anhieb hervorragend, was dem Projekt im Kurzzeitbereich für die Zukunft zusätzliche Perspektiven eröffnet. Wir freuen uns über den rundum gelungenen Auftritt unseres Nachwuchses