Am 19. April haben die Menschen in Nordrhein-Westfalen ein deutliches Zeichen gesetzt. Beim Ratsbürgerentscheid in 17 Kommunen an Rhein und Ruhr stimmte eine klare Mehrheit für die Pläne, die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele in den kommenden Jahrzehnten in unsere Region zu holen.
Die Wahlbeteiligung war beachtlich: Rund 1,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger haben ihre Stimme abgegeben. Im Durchschnitt gab es eine Zustimmung von etwa 66 Prozent, in einigen Städten lagen die Werte sogar weit über der 70-Prozent-Marke.
Für uns als Radsportverband NRW ist dieses Votum eine richtig gute Nachricht. Es bringt enormen Rückenwind für den gesamten Sport bei uns im Land. Auch Ministerpräsident Hendrik Wüst sprach im Nachgang von einem historischen Rückhalt für eine deutsche Bewerbung.
Was uns dabei besonders freut: Mit dem Olympia-Projekt rückt die allgemeine Sportinfrastruktur wieder viel stärker in den politischen Fokus. Im Rahmen der Bewerbung ist zum Beispiel ein neues Förderprogramm des Landes geplant. Dabei sollen rund 600 Millionen Euro direkt in die Sanierung von Sportstätten für den Breitensport fließen. Von solchen nachhaltigen Investitionen kann der Radsport auf allen Ebenen massiv profitieren – egal ob im Vereinssport, auf der Bahn, der Straße oder im Gelände.
Wie geht es nun weiter?
Die Entscheidung in NRW war ein wichtiger Meilenstein, aber das Rennen ist noch nicht vorbei. Nordrhein-Westfalen ist aktuell eine von mehreren deutschen Regionen, die sich um die Kandidatur bewerben. Die nächste große Hürde wartet auf Bundesebene: Voraussichtlich am 26. September 2026 wird der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auf seiner Mitgliederversammlung darüber abstimmen, mit welcher Region Deutschland international ins Rennen geht. Eine endgültige Vergabe der Sommerspiele durch das Internationale Olympische Komitee wird dann frühestens für das Jahr 2027 erwartet.
Wir werden diesen spannenden Weg als RSV NRW weiter konstruktiv begleiten. Unser klares Ziel ist und bleibt es, dass der Radsport in seiner ganzen Vielfalt ein zentraler Bestandteil einer möglichen Rhein-Ruhr-Bewerbung bleibt.