Tolle Erfolge und ein Meistertitel: NRW-Nachwuchs brilliert bei der Hallenradsport-DM in Duderstadt

Der Nachwuchs des Radsportverbands NRW hat am 30. und 31. Mai bei den Deutschen Schülermeisterschaften im Hallenradsport eindrucksvoll abgeliefert. Im niedersächsischen Duderstadt am Rande des Harzes sicherten sich unsere jungen Athletinnen und Athleten einen Meistertitel sowie eine wahre Flut an weiteren Medaillen und Top-Platzierungen. In fast jeder ausgetragenen Disziplin war unser Landesverband auf dem Treppchen vertreten.

Für den absoluten Höhepunkt aus nordrhein-westfälischer Sicht sorgte die Mannschaft der RSG Teuto Antrup-Wechte. Im 6er Einradfahren ließen sie die gesamte nationale Konkurrenz hinter sich und holten mit starken 104,72 Punkten den verdienten Deutschen Meistertitel. Doch damit nicht genug: Eine weitere Formation des Vereins fuhr in derselben Disziplin mit 92,47 Punkten zur Bronzemedaille, zwei weitere Teams landeten in den Top Acht. Auch der RSV Bergeslust Leeden schaffte in diesem starken Feld als Neunter den Sprung in die Top Ten. Die enorme Leistungsdichte der RSG Teuto Antrup-Wechte spiegelte sich auch in den weiteren Einrad-Wettbewerben wider. Im 4er der Schülerinnen belegten sie die herausragenden Plätze zwei, vier und fünf, während sie in der offenen Klasse auf den Rängen drei, fünf und sechs landeten. Ebenfalls stark präsentierten sich im 4er der Schülerinnen der RSV Bergeslust Leeden auf Platz acht und der RV Freie Bahn Oberaußem auf Rang zwölf.

Auch im Kunstradsport regnete es förmlich Edelmetall, wobei die NRW-Teams in packenden Wettkämpfen mehrfach nur hauchdünn am ganz großen Wurf vorbeischrammten. Im 1er der Schülerinnen erkämpfte sich Emmy Hoffmann vom RSV Tempo Lieme die Silbermedaille, dicht gefolgt von Linda Carvalho Becker vom Liemer RC, die sich mit nur 1,4 Punkten Rückstand Bronze sicherte. Greta Engelkemeier verpasste als Vierte das Podest denkbar knapp. Linda Carvalho Becker durfte wenig später noch einmal jubeln: Zusammen mit ihrer Cousine Emilia Carvalho holte sie im 2er Kunstradsport der Schülerinnen mit 76,18 Punkten eine weitere Silbermedaille für den Liemer RC. Das Duo des RC Sturmvogel Mülheim verpasste hier als Vierter das Podest um nicht einmal einen ganzen Punkt.

Die offene Klasse im 2er Kunstradsport entwickelte sich derweil zu einem wahren Krimi. Die beiden angetretenen Paare des RSV Schwalbe Augustdorf zeigten grandiose Vorstellungen und belegten die Plätze drei und vier. Bemerkenswert ist, wie dicht die Spitze hier zusammenlag: Zwischen dem Bronze-Rang und dem Meistertitel lagen am Ende nicht einmal vier Punkte.

In den Mannschaftsdisziplinen des Kunstradfahrens reihte sich nahtlos ein Erfolg an den nächsten. Im 4er der Schülerinnen sicherte sich der RSV Tempo Lieme die Silbermedaille, während der Liemer RC die Plätze drei und vier belegte. Im 4er der offenen Schülerklasse fuhr der RC Sturmvogel Mülheim ebenfalls auf den starken Silber-Rang, und auch der RV Adler Neuwerk schnupperte als Fünfter an den Medaillen. Im 6er Kunstradsport rundete der Liemer RC das tolle Mannschaftsergebnis schließlich noch mit einer verdienten Bronzemedaille ab.

Ein weiteres Ausrufezeichen setzten unsere Vertreter im Radball. In der Altersklasse U13 schafften gleich zwei NRW-Mannschaften den Sprung in die nationale Spitze. Moritz und Amelie Göttken spielten für die SG Suderwich ein fantastisches Turnier und wurden mit dem dritten Platz belohnt. Für Moritz war es bereits die fünfte DM-Teilnahme, während seine Cousine Amelie eine beeindruckende Premiere feierte. Knapp dahinter, auf einem hervorragenden vierten Platz, landeten Lennard Arns und Lorenz Krüger vom RV Wanderlust Methler, die in Duderstadt ebenfalls ihr allererstes DM-Turnier bestritten.

Auch wenn es in vielen Disziplinen oft extrem eng zuging und es am Ende sehr häufig Silber- und Bronzemedaillen wurden, ist das Gesamtergebnis ein fantastisches Zeugnis für den Hallenradsport in unserem Bundesland. Das sieht auch Vizepräsident Sven Döring so, der das erfolgreiche Wochenende treffend zusammenfasst: „Ich denke, wir können mit den Ergebnissen rundum zufrieden sein. Wenn man so viele Medaillen holt, ist das auf jeden Fall ein toller Erfolg. Dass so viele NRW-Sportlerinnen und Sportler am Start waren, ist ein sehr gutes Vorzeichen für die Zukunft und zeigt, dass unsere Vereine nach wie vor hervorragende Arbeit leisten.“