Mehr Frauenpower für den Radsport: Emilia Rauner startet ihre Trainerausbildung

Es ist kein Geheimnis: Der Radsport braucht mehr Frauen – und zwar nicht nur auf dem Sattel, sondern vor allem auch am Streckenrand, im Verein und in der sportlichen Leitung. Die Förderung von weiblichen Bezugspersonen im Sport ist von unschätzbarem Wert. Trainerinnen bauen Hürden ab, dienen als nahbare Vorbilder und schaffen ein Umfeld, in dem sich Anfängerinnen direkt sicher und verstanden fühlen. Oft ist genau das der entscheidende Schlüssel, um langfristig im Sport zu bleiben: die Möglichkeit, in komplett weiblichen Trainingsgruppen unter sich zu sein und die Leidenschaft für das Radfahren gemeinsam zu entdecken. Trainerinnen bieten hier einen unglaublichen Mehrwert für die Vereinslandschaft.

Wie wichtig dem Verband dieses Thema ist, macht auch Vizepräsident Volker Maas noch einmal deutlich: „Mir ist es schon lange ein persönliches Anliegen, Frauen gezielter zu fördern. Rückblickend war es ein großer Fehler, diesen Bereich so lange mit so wenig Aufmerksamkeit zu bedenken. Die gezielte Frauenförderung, und das ausdrücklich nicht nur im reinen Freizeitsport, ist für uns eine absolute Herzensangelegenheit.“

Genau deshalb lag uns unsere aktuelle Ausschreibung für die Ausbildung zur Trainerin so sehr am Herzen. Ursprünglich war geplant, dieses Projekt über die Übungsleiteroffensive des Landessportbundes (LSB) zu finanzieren und direkt drei Frauen auszubilden. Aufgrund der enormen Nachfrage landesweit war dieser Fördertopf jedoch unerwartet schnell ausgeschöpft und das Programm musste leider gestoppt werden.

Für uns als Radsportverband NRW stand aber sofort fest: Wir lassen dieses enorm wichtige Thema nicht fallen. Um die Förderung von Frauen im Traineramt aktiv voranzutreiben, haben wir uns kurzerhand entschlossen, die Ausbildung zumindest für eine angehende Trainerin komplett aus eigenen Verbandsmitteln zu finanzieren.

Wir freuen uns riesig, euch heute die Gewinnerin unseres Stipendiums vorstellen zu dürfen! Emilia Rauner aus Düsseldorf, die im August ihren 16. Geburtstag feiert und für die SG Radschläger Düsseldorf in die Pedale tritt, hat uns mit ihrer Bewerbung auf ganzer Linie überzeugt.

Es war vor allem ihre erfrischende, authentische Begeisterung für den Radsport, die uns sofort angesteckt hat. Emilia hat ein klares Ziel vor Augen und eine unbändige Motivation: Sie möchte gezielt Frauen und Mädchen an den Radsport heranführen und sie auf ihrem sportlichen Weg ausbilden und begleiten. Genau diese Einstellung braucht es, um den Frauenradsport an der Basis weiter zu stärken.

Wir sind unglaublich stolz, Emilia auf diesem Weg zu unterstützen. Sie ist genau das Vorbild, das junge Fahrerinnen im Verein brauchen. Wir wünschen ihr für die anstehende Ausbildung ganz viel Erfolg und freuen uns schon jetzt auf all die Mädchen und Frauen, die sie in Zukunft für den Radsport begeistern wird!“