Medaillenregen für NRW bei Hallen-DM in Moers

Ein spannendes und aus NRW-Sicht überaus erfreuliches Wochenende liegt hinter den jungen Talenten des Radsportverbands NRW. Am 2. Mai 2026 richtete der GRMSV Moers e.V. die Deutschen Meisterschaften der Junioren im Hallenradsport aus. Wer an diesen Tagen in der Halle war, kam nicht nur wegen des warmen Wetters ins Schwitzen, sondern fieberte bei fantastischer Stimmung und sportlichen Höchstleistungen ordentlich mit. Die Medaillenausbeute für unseren Landesverband kann sich mehr als sehen lassen: Bei insgesamt 26 Starts gab es am Ende drei Meistertitel und sechs weitere Medaillen zu bejubeln. Das ist ein großartiger Beweis für die exzellente Nachwuchsarbeit in den heimischen Vereinen. Alle qualifizierten Sportlerinnen und Sportler können sehr stolz auf sich sein. 

Eine besonders schöne Geschichte schrieb Antonia Blome vom Liemer RC im 1er Kunstradfahren der Juniorinnen. Sie ist zwar die amtierende Europameisterin, wird diesen Titel jedoch in diesem Jahr nicht verteidigen können, da sich in der Qualifikation andere Sportlerinnen durchgesetzt hatten. In Moers zeigte sie aber ihr ganzes Können und sicherte sich mit starken 168,17 ausgefahrenen Punkten völlig verdient den Deutschen Meistertitel. Damit wird sie auch in der kommenden Saison wieder im Meistertrikot (wenn auch diesmal in schwarz-rot-gold) auf der Fahrfläche zu sehen sein. 

Etwas Pech hatte hingegen ihr Vereinskollege Ben Osterhage im 1er der Junioren. Er hatte im Vorfeld die meisten Punkte eingereicht und ging als einer der Favoriten in den Wettbewerb. Doch ausgerechnet während seiner Kür zog draußen ein heftiges Unwetter auf und Hagel prasselte lautstark auf das Hallendach. Es wurde plötzlich sehr unruhig in der Halle, was verständlicherweise wertvolle Konzentration kostete. Unter diesen extrem schwierigen Umständen konnte er seine beste Leistung leider nicht abrufen und verpasste als Vierter knapp das Podium. Ein großer Lichtblick bleibt ihm jedoch: Da er die EM-Qualifikation zuvor sehr deutlich für sich entschieden hat, bekommt er am 15. und 16. Mai im österreichischen Höchst die große Chance, sich den Europameistertitel zu holen. 

Ein absolutes Highlight war das 2er Kunstradfahren der Juniorinnen, denn hier gehörte das Podest komplett den Athletinnen aus Nordrhein-Westfalen. Die Schwestern Marlene und Greta Engelkemeier vom RSV Tempo Lieme wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und holten sich souverän den Titel. Komplettiert wurde das Treppchen durch Melina Rethmeier und Maya Rudkoski auf Platz zwei sowie Antonia Blome und Elle Rudkoski auf Platz drei, die allesamt für den Liemer RC fahren. 

Auch im Einradsport zeigten unsere Starterinnen und Starter tolle Leistungen und waren durchweg auf den vorderen Plätzen zu finden. Die Krönung war hier sicherlich der Meistertitel der Mannschaft der RSG Teuto Antrup-Wechte im 6er Einradsport. 

Im Radball hielten Ilias Kröner und Pascal Westphal vom RSV Bergeslust Leeden die Fahnen für den Landesverband hoch. Dass sich die beiden überhaupt für die DM-Endrunde qualifiziert hatten, war bereits eine echte Überraschung. Vor Ort zeigten sie dann ihre beste Leistung des gesamten Jahres. Zwar reichte es am Ende in dem extrem starken Teilnehmerfeld nur für den achten Platz, aber ein eigener Sieg und ein hart erkämpftes Unentschieden sind eine tolle Belohnung für den Einsatz.

Ein ausdrückliches Lob gebührt dem Ausrichter GRMSV Moers e.V.. Die Vertreter von German Cycling und dem Partnerverband RKB Solidarität zeigten sich von der reibungslosen Organisation absolut begeistert, und diesem Dank schließen wir uns sehr gerne an. 

Der Terminkalender im Hallenradsport bleibt derweil prall gefüllt. Schon am 9. Mai geht es für die Schülerklasse darum, sich für ihre Deutsche Meisterschaft Ende Mai zu qualifizieren. Parallel dazu spielen die Radballer ihre Halbfinalspieltage aus, während im Kunstradsport in Rösrath die NRW-Meisterschaften anstehen