Verbandsporträt

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Der Radsporverband NRW wurde am 17. April 1948 in Mülheim an der Ruhr gegründet und ist einer der 17 Radsportlandesverbände im Bund Deutscher Radfahrer. Viele bekannte Radsportsportler haben ihre sportliche Laufbahn in NRW begonnen oder haben mittlerweile ihren Wohnsitz hier. U. a. sind dies Hennes Junckermann, Karl-Heinz Kunde, Rolf Wolfshohl, Klaus-Peter Thaler, Ernst Claußmeyer, Freddy Schmidtke, Rolf Aldag, Erik Zabel, André Greipel, Ralf und Bert Grabsch, Linus Gerdemann, Fabian und Christian Wegmann. Nicht zuletzt Ina-Yoko Teutenberg, eine der erfolgreichsten weiblichen Radsportlerinnen der Welt (4. Straßenfahren Olympische Spiele London) und Hans-Peter Durst (2. Paraylmpics London) oder Simon Puls (Vizeweltmeister Einer Kunstradfahren).

In den vergangenen Jahren freute sich der Verband über einige neue Talente in den olympischen Disziplinen wie Mieke Kröger aus Bielefeld (Junioren-Weltmeisterin im Zeitfahren) und Lucas Liß aus Unna (Europameister im Bahn-Omnium und Bahnweltmeister).

Der Radsportverband NRW ist in zehn Radsportbezirke unterteilt. Im Norden und Osten von Nordrhein-Westfalen entsprechen die Bezirke fast den Grenzen der Regierungsbezirke: Münster = Nord-Westfalen, Detmold = Ostwestfalen-Lippe, Arnsberg = Westfalen-Mitte. Im Regierungsbezirk Köln sind die Radsportbezirke Mittelrhein-Süd (Raum Bonn), Köln und Aachen beheimatet. Die Radsportbezirke Bergisch Land, Mönchengladbach, Krefeld und Düsseldorf befinden sich hauptsächlich im Regierungsbezirk Düsseldorf, obwohl es einige „Grenzüberschneidungen“ aus historischen Gründen gibt.

Der Radsportverband NRW ist mit seinen rund 25.000 Mitgliedern der größte Radsportlandesverband im Bund Deutscher Radfahrer und vertritt damit rund 20 % aller Bundesmitglieder. Im Bereich Radtourenfahren – der traditionell sehr stark zwischen Rhein und Weser ist, werden alleine 40 % aller Wertungskarten des Bundes in NRW ausgegeben. Dies sind rund 5300 Stück pro Jahr. Hinzu kommen rund 3500 Lizenzen für den Rennsport und den Hallenradsport.

Der nordrhein-westfälische Verband zeichnet sich durch die Vielfalt der durch die rund 470 Vereine angebotenen Möglichkeiten aus. Die olympischen Sportarten sind Straßenfahren, Bahnrennsport, Mountainbike und BMX. Stark ist auch der Bereich Hallenradsport/Sportentwicklung mit Kunstradfahren, Radball, Radpolo, Trial und Einradfahren. Ergänzt wird das Angebot durch den Breitensport mit Radtourenfahren, Countrytourenfahren und Radwandern oder aber auch das Deutsche Radsportabzeichen. Hinzu kommen gesundheitsorientierte Programme wie „Bewegt älter werden“ in Kooperation mit dem Landessportbund NRW.

Auch betreiben die Vereine oder Gemeinden radsportspezifische Sportstätten. Hierzu gehören die Radrennbahnen in Köln, Kaarst-Büttgen, Bielefeld und Solingen. Auch die neuen Trenddisziplinen bieten interessierten Sportlern ein Zuhause. Ein Besuch auf den BMX-Bahnen in Bielefeld und Gelsenkirchen lohnen sich ebenso wie ein Besuch im Trial-Stadion von Stadtlohn oder dem Bikepark Aachen. Letzterer ist die Heimat des zur Zeit größten Vereins im Radsportverband NRW, „Geländefahrrad Aachen“ mit rund 600 Mitgliedern.

Ebenso liegt dem Verband das Thema Inklusion am Herzen. Aus diesem Grunde wurde im November 2014 eine Kooperationsvereinbarung mit dem Behinderten-Rehabilitations-Sportverband Nordrhein-Westalen unterzeichnet. Ziel ist es, Sportlern mit Handicap bestmögliche Tranings- und Wettkampfmöglichkeiten zu bieten.

Seit 1948 wurde der Radsportverband NRW von folgenden Präsidenten geführt:

Robert Wende – Günter Klinkenberg – Hans Schwelm (Kaarst) – Gerd Klucken (Duisburg) – Hubert Rosiejak (Herten-Westerholt) – Manfred Polch (Köln) – Toni Kirsch (Bergheim 2005 – 2017) – Bernd Potthoff (Paderborn-Elsen ab 2017).

Portait RSV NRW – kurz

(Stand: 01.04.2017/St. Rosiejak)